Coworker No. 1

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Foto: Andreas Bauer

2019, und Action! Passend zum ersten Tag des neuen Jahres möchten wir Ihnen den Mann vorstellen, der als Erster unser Coworking Space für sich entdeckt hat: Andreas Bauer.

Wie im Sommer 2018 angekündigt, bietet das TZK inzwischen auch Freiberuflern und digitalen Nomaden einen speziellen Arbeitsraum. Wir haben unseren Coworker No. 1 für Sie interviewt und unter anderem gefragt, wie er hier gelandet ist.

 

Andreas, bitte stell Dich in zwei bis drei Sätzen vor.

Mein Name ist Andreas Bauer. Ich bin 35 Jahre alt und arbeite aktuell als Freelancer im Bereich IT-Produktmanagement. Das bedeutet für mich die Begleitung von IT-Produkten von der Idee über die Konzeption und Entwicklung, bis hin zur Vermarktungs- und Vertriebsstrategie.

 

Wie bist Du auf das Coworking Space im TZK aufmerksam geworden?

Tatsächlich bin gar nicht ich auf das Coworking Space gekommen, sondern meine Frau. Ich hatte zwischen zwei Aufträgen eine Pause von knapp zwei Monaten, und in unserer Wohnung ist es für mich schwierig zu arbeiten. Denn als Vater von zwei Kindern findet man nicht immer die notwendige Ruhe. Wenn ich zu Hause in meinem Büro sitze und die Kinder im Wohnzimmer rumtoben, funktioniert das nicht. Deshalb hat meine Frau nach einer anderen Möglichkeit für mich gesucht, und auch ich habe mich umgeschaut, aber letztendlich fand sie dann das Coworking Space im Technologiezentrum, nur wenige Gehminuten von unserer Wohnung entfernt. Sie schickte mir den Link und schrieb dazu, sie hätte hier bereits angerufen und es wären noch Plätze frei. Dann stellte sich heraus, dass ich der erste Coworker im TZK sein würde.

 

War es kompliziert, sich hier einzuquartieren?

Nein, den Prozess würde ich als schlank bezeichnen. Ich habe mit Sara Zollmann von der TZK-Verwaltung telefoniert und bin dann zur Besichtigung der Räumlichkeiten hierher gekommen, was insgesamt etwa 30 bis 45 Minuten gedauert hat. Danach schickte mir Frau Zollmann den Vertrag zu, den ich ihr unterschrieben zurückmailte. Das war´s. Alles entspannt.

 

Wie lange bist Du schon hier?

Ich bin seit November diesen Jahres hier. Zunächst hatte ich mich nur für zwei Monate eingebucht, da mein nächster großer Auftrag im Januar beginnt. Inzwischen habe ich aber einen unbefristeten Vertrag unterschrieben. Denn ich brauche auf jeden Fall einen Platz zum Arbeiten, auch über den großen Auftrag hinaus. Manchmal möchte ich ja am Wochenende arbeiten oder auch an einem Werktag, wenn ich mal nicht beim Kunden bin. Hier habe ich die Ruhe dafür und kann mich sowohl um geschäftliche als auch um private Angelegenheiten kümmern, wie unseren Hausbau zum Beispiel. Das bedeutet, dass auch nach dem Umzug, der ansteht, dieser Arbeitsort weiterhin eine gute Option für mich bleiben wird, weil die Erreichbarkeit mit dem Auto gut ist. Aus Polch ist man schnell hier.

 

Bist Du mit diesem Arbeitsort zufrieden?

Ja. Ich hatte schon meine eigene Firma hier und kenne das TZK somit seit 2011. Von der Atmosphäre her, und auch durch die anderen Coworker, ist es auf jeden Fall sehr angenehm hier. Es entstehen gute Ideen. Tatsächlich hat es sich auch so ergeben, dass ich in den zwei Monaten einen Auftrag als Berater hier im Haus erhalten habe. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Womit sich daher wirklich werben lässt, ist, dass hier im TZK Start-ups sitzen, mit denen man als Freelancer zusammenarbeiten kann. Würde man tendenziell vielleicht nicht glauben, aber es ist so. Vielleicht ist dabei von niedrigeren Stundensätzen auszugehen, weil es Start-ups sind und keine großen Industrieunternehmen, aber nichtsdestotrotz ist das eine gute Sache – auch für das eigene Netzwerk. Schön finde ich, dass all das nicht nur propagiert, sondern auch gelebt wird und die Start-ups auf die Expertise der Freelancer zurückgreifen oder sich zumindest dafür interessieren, ob die Coworker, die hier sitzen, nicht potenziell eine Leistung für das jeweilige Unternehmen erbringen könnten.

 

Gibt es Dinge, die Du hier ändern würdest?

Bis jetzt eher wenig. Es wird spannend, wenn hier irgendwann 12 Coworker sitzen. Das Einzige, was ich vielleicht ändern würde, wäre die Verteilung der Tische. Aktuell ist es so, dass ich reinkomme und mir einen Tisch aussuchen darf beziehungsweise mich an den Platz setzen muss, der frei ist. Das bedeutet, dass ich nicht in der Lage bin, Hardware mitzubringen. Mir fehlt oft ein zweiter Monitor, und auch über einen Rollcontainer unter meinem Schreibtisch würde ich mich freuen. Wir haben zwar alle jeweils ein Schließfach, das ausreicht, aber wenn ich noch einen Verbesserungsvorschlag hätte, würde ich jedem einen verschließbaren Rollcontainer unter den Tisch stellen und eine feste Platzverteilung machen, damit die Leute ihre Hardware mitbringen können. Doch zweiter Bildschirm hin oder her, wenn ich hier in Ruhe arbeiten kann, ist dieser Arbeitsplatz trotzdem effektiver als das Homeoffice.

 

Seit Du hier bist, hast Du bereits einige Verbesserungsvorschläge gemacht. Wurden diese umgesetzt?

Definitiv, ich hatte angeregt, hier einen Kleiderständer zu platzieren. Das hat man sofort aufgenommen, und ungefähr eine Woche später wurden die beiden Kleiderständer gebracht, die man hier sieht. Was nichts mit mir zu tun hatte, ich aber super finde, ist, dass man uns in die Küche eine Senseo-Kaffeemaschine samt Kaffeepads hingestellt hat. Damit wird bisher, soviel ich weiß, nicht geworben, aber es ist ein wichtiger Punkt. Man sollte mal kommunizieren, dass Kaffee im Mietpreis enthalten ist, denn in vielen Coworking Spaces kostet das einen Aufpreis.

 

Du hast also bisher den Eindruck, dass Feedback von den Coworkern erwünscht ist und man sich darauf einlässt?

Ja, das kann ich so bestätigen. Der Umgang miteinander ist absolut entspannt, und wenn man vernünftige Wünsche hat, werden diese auch umgesetzt. Aus meiner Perspektive betrachtet, ist das TZK darum bemüht, es den Coworkern hier so angenehm wie möglich zu machen.

 

Warum sollten auch andere das Coworking Space im TZK nutzen?

Einer der Hauptvorteile dieses Coworking Spaces ist, dass man es gut mit dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kann. Es gibt bestimmt auch andere Familienväter und -mütter, die als Freelancer tätig sind, aber eine Arbeitsumgebung brauchen, so wie das bei mir der Fall ist.

Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch die vielen Start-ups. Denn in den meisten Coworking Spaces trifft man nur andere Coworker an und kann sein Netzwerk nicht signifikant erweitern. Im TZK hingegen findet man viele Unternehmen und potenzielle Kunden. Man sitzt mit ihnen Tür an Tür.

Auch wenn sich beispielsweise zwei Coworker zusammenfinden und gemeinsam ein Start-up gründen wollen, müssen sie sich gar nicht umorientieren, sondern können direkt hier ein Büro mieten. Diese Flexibilität ist nicht zu unterschätzen. Das TZK bietet Vorzüge, die ich sonst nur aus Berlin, Köln oder Düsseldorf kenne.

 

Vielen Dank für das Gespräch, und schön, dass Du Teil der #TZKfamily bist, Andreas.