HG Videowall GmbH: Maßgeschneiderte Videowände aus Koblenz

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Die HG Videowall GmbH bietet individuelle LED-Videodisplaylösungen für unterschiedlichste Standorte und Anwendungsarten. Dipl.-Ing. Sascha Holste, Geschäftsführender Gesellschafter, ist seit gut einem Jahr mit seinem Unternehmen im TechnologieZentrum Koblenz ansässig. Im Interview erläutert der gebürtige Koblenzer die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Videowände.

Herr Holste, wann haben Sie die HG Videowall gegründet?

Dipl.-Ing. Sascha Holste ist Geschäftsführender Geselschafter der HG Videowall GmbH

HG Videowall wurde im Juni 2016 als „Spin-off“ der Gundermann Mikroelektronik (GUM) gegründet. Dabei wurde der gesamte Bereich „LED“ der GUM ausgegliedert. GUM war schon seit über 30 Jahren auf dem Gebiet aktiv und gilt als ein Pionier der LED-Technik in Deutschland. Wir haben mit sechs Mitarbeitern begonnen, heute sind wir 16 Mitarbeiter. Unsere Verwaltung und Softwareentwicklung sind in Koblenz, Produktion und Technik sind knapp zwei Autostunden entfernt in St. Leon-Rot, südlich von Hockenheim, angesiedelt.

Welche Produkte und Dienstleistungen bieten Sie an?

Wir sind Turnkey-Anbieter von LED-Videosystemen in den Bereichen Retail, Sport, Advertising sowie Sonderlösungen und bieten unseren Kunden Full Service aus einer Hand. Von der ersten Beratung, Konzeption über Design und Entwicklung bis zur vollständigen Konstruktion mit Lieferung und Installation. Und auch nach der Realisierung des Projekts sind wir weiterhin für unsere Kunden da. Das heißt, unsere Servicemitarbeiter kümmern sich um Software-Updates und warten die Displays.

Was unterscheidet die Einsatzbereiche und Displays?

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen Indoor- und Outdoordisplays. Outdoordisplays müssen natürlich wasser- und staubgeschützt sein. Sie benötigen eine höhere Helligkeit, da sie direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Weiterhin unterscheidet man die Displays durch den Abstand der LEDs (Pixel) voneinander, dem sogenannten Pitch. Im Outdoorbereich werden größtenteils Pitches zwischen P10 (10 mm Abstand) und P3 (3 mm Abstand) eingesetzt. Im Indoorbereich zwischen P2.6 und P0.9. In Kombination mit der Displaygröße ergibt sich dann auch die Auflösung. So hat ein Full-HD-Display z. B. 1920 * 1080 Pixelpunkte. Zudem existieren unterschiedliche LEDs in verschiedenen Qualitätsstufen (z. B. Copper- und Goldwire LEDs). In Kombination mit weiteren Bauelementen, wie etwa Driver ICs, Receiving Cards und Controller, werden so für jedes Projekt unterschiedliche, individuelle Displays gebaut. Vom „einfachen“ Outdoor-Werbedisplay über hochauflösende Indoordisplays in Stores bis hin zu sehr hochwertigen und leistungsstarken Displays für den Einsatz in TV-Studios. In Fußball- oder Eishockeystadien ist neben der TV-Eignung auch noch der mechanische Schutz eine Herausforderung. So müssen die Displays im Eishockeystadion z. B. einem Puck mit einer Geschwindigkeit von bis zu 170 km/h standhalten. Demzufolge wird jedes Display, je nach Einsatzgebiet, individuell von uns designt und produziert. Jedes Display ist ein „Maßanzug“. Neben den Displays liefern wir auch den Stahlbau. Im Retailbereich fertigen wir spezielle Gehäuse sowie die zugehörige Software an.

Wo kommen Ihre Displays zum Einsatz?

Die Seebühne bei den Bregenzer Festspielen auf dem Bodensee

Wir sind weltweit tätig und installieren unsere Displays wie schon gesagt in Sportstätten wie Fußball- und Eishockeystadien, Handball- und Basketballarenen … Die Stores im Bereich Retail sind derzeit unser am „stärksten wachsender Sektor“. Hinzukommen TV-Studios, Outdoor-Werbedisplays und individuelle Lösungen in allen Bereichen. Hier haben wir z. B. eine Videowall auf der Seebühne der Bregenzer Festspiele (Foto) installiert.

Welches Projekt war bisher die größte Herausforderung für Sie?

Erfolgreiche Abnahme durch die UEFA: Vier LED-Videobanden gingen an die Swisscom AG als Vermieter. Der Aufbau der insgesamt 983 Meter Fußballbande erfolgte in den Fußballstadien Basel, Bern, Zürich und St. Gallen

Wir hatten bereits viele spannende Projekte. Ein Projekt, das wir für die Schweizer Super League realisiert haben, gestaltete sich aufgrund des Auftragsvolumens als besondere Herausforderung. Hier mussten wir innerhalb von drei Wochen einen Kilometer LED-Fußballbande in insgesamt vier Stadien installieren.

Für Snipes installieren wir zurzeit europaweit LED-Displays in über 200 Filialen. Inklusive speziell dafür angefertigter „LED-Möbel“ sowie eines Cube über der Kasse, der einem Videowürfel eines Eishockeystadions nachempfunden ist. 

Im Retail-Sektor kommen HG Videowalls z. B. bei Deichmann oder Snipes zum Einsatz. Der Koblenzer Fahrradhersteller Canyon setzt in seinem Showroom in Koblenz ebenfalls auf LED-Displays der HG Videowall GmbH

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Aktuell arbeiten wir daran, neue Produkte in unser Portfolio aufzunehmen. So z. B. Glas-LEDs, flexible LEDs oder LED-Poster für den Retailbereich. Hinzukommen neue Softwarelösungen, die das Handling unserer Videowalls noch einfacher machen.

Auch im Borussia-Park in Mönchengladbach oder am Nürburgring, hier mit über 77 m², kommen die Videowalls zum Einsatz

Sie sind seit Juli 2018 im TechnologieZentrum Koblenz ansässig. Wo sehen Sie die Pluspunkte des TZKs?

Der Zusammenschluss von vielen interessanten Unternehmen – und das alles unter einem Dach – ist ein großer Vorteil des TZKs. Hier arbeiten wir tatsächlich auch schon mit einigen Unternehmen zusammen. Darüber hinaus spielen auch Punkte wie die gute Infrastruktur, die Möglichkeit der Nutzung von Besprechungsräumen, dem Fotolabor etc. eine große, positive Rolle für uns.

Herr Holste, ich danke Ihnen für das Interview und wünsche Ihnen und der HG Videowall alles Gute für die Zukunft.

Weitere Informationen: www.videowall.de